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Gesünder leben durch Saunabesuche

Gesundheit hat in unserer heutigen Zeit einen sehr hohen Stellenwert. Sie entscheidet, wie fit wir sind. Wer gesund lebt, der lebt länger. Außerdem fühlt man sich selbstbewusst und glücklich. Regelmäßiges Saunieren kann zu einer solchen Gesundheit beitragen.

Warum ist saunieren wichtig?

Saunieren hilft dabei, dass die Poren sich öffnen. Es kommt zu einer Weitung der Gefäße durch die Hitze. Durch die höhere Temperatur sowie das Schwitzen kann der Körper Giftstoffe nach außen leiten. Der Körper also gereinigt. Saunieren hilft grundsätzlich zum Entspannen. Der Körper gelangt in einen Zustand der Ruhe, und kann sich regenerieren. So eignet sich die Sauna auch vor allem nach dem Sport. Beim Muskelaufbau z.B entstehen kleine Risse in den Z-Streifen der Muskelfasern. Daher benötigt der Körper nach dem Training viel Regeneration und Erholung. Die Sauna stärkt diesen Erholungsprozess. Das Besuchen der Sauna regt zudem den Stoffwechsel an. Insgesamt wird hier auch das Immunsystem sowie die Kondition des Körpers gestärkt. Saunieren ist ebenfalls positiv für die Haut. Sie wird beim Saunabesuch stärker durchblutet. Somit wird sie mit Sauerstoff und vielen Nährstoffen versorgt. Die Haut wirkt damit allgemein straffer und rosiger. Die Produktion von neuen Körperzellen wird auch angeregt. So wirkt die Haut durch regelmäßige Besuche in der Sauna jünger und frischer. Auch abgestorbene Hautschuppen und Talg gehen leichter vom Körper ab. Die Sauna hat des Weiteren positive Auswirkungen auf die Atemwege. Das hat den Grund, dass die Abwehrkräfte (z.B Immunglobin-A) gestärkt werden. Das Stärken der Abwehrkräfte resultiert aus einer höheren Schleimproduktion in den Nasenhöhlen.

Erhöht sich durch regelmäßige Saunabesuche die Lebenserwartung?

Regelmäßiges saunieren erhöht unsere Lebensdauer. Das ist wissenschaftlich bewiesen. So besagt eine finnische Studie, dass das Risiko eines Todes durch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems deutlich niedriger ist. Auch ein geringeres Risiko eines plötzlichen Todes durch andere Krankheiten wurde nachgewiesen. Die Studie wurde mit 2000 Männern im Alter von 42 und 60 Jahren durchgeführt. Der Test wurde über einen Zeitraum von ca. 19 Jahren durchgeführt. Er ergab sich eine Rate für den plötzlichen Herztod in der Gruppe der Männern, die nur einmal pro Woche in die Sauna gingen, von 10 %. Diese ist deutlicher höher als bei den Männern, welche 4-7 mal wöchentlich in die Sauna gingen. Hier lag sie bei 5 %. Das Testergebnis lässt sich dadurch erklären, dass häufiges Saunieren eine Art “Training” für das Herz-Kreislaufsystem darstellt. So nimmt nach einem längeren Zeitpunkt die Leistung des Herzens zu. Auch die Belastbarkeit des Herzens steigt.

Helfen Aufgüsse beim Saunieren?

Viele Saunabetreiber nutzen Aufgüsse, um das Erlebnis in der Sauna zu verbessern. Das bedeutet, dass etwas Wasser auf die heißen Steine des Saunaofens gegossen wird. Oft sind diese auch mit Kräutern oder ätherischen Ölen

versetzt. Aufgüsse helfen dabei, dass die Wirkung der Sauna deutlich größer ist. Während eines Aufgusses stiegt die Luftfeuchtigkeit nämlich stark an. In vielen Fällen erfolgt der Aufguss erst nach einer “Aufwärmphase” oder gegen Ende des Saunaganges. Dies geschieht in der Regel durch einen Saunameister. Es ist meist verboten, eigene Aufgüsse in einer öffentlichen Sauna zu verwenden. Es soll allerdings erwähnt sein, dass besonders Anfänger bei Aufgüssen vorsichtig sein sollten. Anfänger sind an solch hohe Temperaturen sowie an solch hohe Luftfeuchtigkeit nicht gewohnt. Es kann also auch mal unangenehm sein. Hören Sie hier auf Ihr persönliches Wohlbefinden.

Welche Aufgüsse gibt es alles?

Bei den Aufgüssen gibt es eine vielfältige Auswahl.

sauna ofen

So kann jeder selber entscheiden, welche einem am besten gefallen. Viele Nadelhölzer gehören zu den klassischen Düften der Aufgüsse. Dazu zählen Fichte, Eukalyptus, Zitrus, Minze oder Menthol. Ferner gibt es auch besondere Aufguss-Formen wie Honig oder Salz. Ein Honig-Aufguss ist aber kein Aufguss im klassischen Sinne. Das Wasser selbst ist nicht mit Honig versetzt, sondern der Besucher reibt seinen Körper bei hoher Temperatur mit Honig ein. Bei hoher Temperatur gelangen so die Inhaltsstoffe in den Körper. Sie wirken reinigend und desinfizierend.

Das Dampfbad – eine spezielle Form der Sauna

Sehr beliebt ist neben der klassischen Sauna auch das Dampfbad. Bekannt ist so zum Beispiel Caldarium (römisches Dampfbad) oder das Hammām (türkisches Dampfbad). Im Gegensatz zu der klassischen Sauna liegen die Temperaturen bei gerade einmal 45 – 60 Grad. Dafür ist aber die Luftfeuchtigkeit deutlich höher. Auch das Dampfbad besitzt ähnliche positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Es hängt von persönlichen Vorlieben ab, ob man lieber das Dampfbad oder die klassische Sauna besucht.

Was nach dem Saunabesuch wichtig ist

saunakelleEs ist sehr wichtig, dass man nach dem Saunabesuch viel trinkt. Durch das Schwitzen verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit. Man sollte nach dem letzten Saunagang also am besten Wasser oder Saftschorle trinken. Auch ist es sinnvoll, die Haut nach der Sauna mit Feuchtigkeit zu versorgen. Das ist wichtig, damit sich das Hautbild verbessert und Krankheiten vorgebeugt werden. Man kann dort auf verschiedene Pflegeprodukte für die Haut zurückgreifen. Es ist entscheidend, dass die Produkte zu dem Typ der Haut passt. Menschen mit trockener Haut sollten dabei z.B eher auf eine Creme setzen, welche besonders viel Feuchtigkeit spendet. Mit dem Eincremen sollte jedoch erst begonnen werden, sobald man nicht mehr schwitzt.

Wie oft sollte man in die Sauna gehen?

Ein einziger Saunabesuch ist Entspannung für den Körper. Richtig viel bringt Saunieren aber erst, wenn es regelmäßig getan wird. So ist es sehr sinnvoll, eine Gewohnheit zu etablieren. Zum Beispiel eignet sich der Saunabesuch sehr gut nach dem Sport oder Schwimmbad. Es ist empfehlenswert, zumindest einmal die Woche in die Sauna zu gehen. Wird dies konstant getan, so erwarten einen viele positive Effekte. Noch besser ist es allerdings, die Sauna sogar mehrmals die Woche zu besuchen. Hier sollte man aber darauf achten, nicht allzu viele Saunagänge hintereinander zu machen. Selbst tägliches Saunieren ist, wenn man sich körperlich fit fühlt, kein Problem.
Man sollte es mit dem Saunieren generell auch nicht übertreiben. Reagiert der Körper schlecht drauf oder fühlt man sich nicht fit, sollte man liebe nicht zu oft in die Sauna gehen. So sollte man zum Beispiel darauf achten, dass der Puls nicht zu hoch wird.

Wie viele Saunagänge sind gesund?

Nicht nur die wöchentliche Anzahl, sondern auch die Anzahl an Saunagängen ist sehr interessant zu betrachten. Dabei sind bis zu drei Saunagänge angemessen. Bei dieser Anzahl sind positive Effekte

zu erwarten, ohne sich über mögliche Schäden Gedanken machen zu müssen. Geht man allerdings mehr als ein mal die Woche saunieren, sollte man bei jeder Session weniger als 3 Saunagänge machen. Wer

täglich in die Sauna geht, sollte jeweils nicht mehr als einen Saunabesuch am Tag machen. Man sollte außerdem zwischendurch Pausen machen. Die Zeit zwischen den Saunagängen eignet sich gut, um an die frische Luft zu gehen oder sich kalt abzuduschen. Auch haben viele Schwimmbäder und Saunalandschaften kalte Bäder. Hier kann man sich in der Pause abkühlen, um die gesundheitsfördernde Wirkung zu intensivieren.

Die perfekte Dauer des Saunagangs

Viele fragen sich sicherlich, wie lange ein Saunabesuch genau gehen sollte. Zu kurz sollte ein Saunabereich nicht sein, da sonst die Wärme nicht gut genug auf den Körper einwirken kann. Die positiven Effekte treten also nicht ein. Als Faustregel gilt, dass ein Saunabesuch mindestens 8 Minuten gehen sollte. Die Dauer sollte außerdem 15 Minuten nicht überschreiten. Wer zulange in der Sauna bleibt, der überanstrengt seinen Körper. Außerdem sollte man sich merken: Beim ersten Gang sind 8-10 Minuten optimal, bei allen anschließenden Gängen 10-15 Minuten.

Tipps für einen Perfekten Saunabesuch

Ein Saunabesuch ist vor allem dann effektiv, wenn man einige Tipps & Tricks beachtet. Diese wollen wir Ihren zeigen, damit Sie perfekt vorbereitet seid.

Vorher duschen

Bevor man in die Sauna geht, gehört das Duschen zur Routine dazu. Dabei sollte man auch Duschgel verwenden. Grund dafür ist vor allem, dass sich ein natürlicher Fettfilm auf der Haut befindet. Dieser verhindert, dass man gut schwitzen kann. Auch aus hygienischer Sicht ist eine kurze Dusche vorher zu empfehlen.

Vorher nicht viel essen

Durch die hohen Temperaturen in der Sauna wird der Kreislauf stark in Schwung gebracht. Wer vorher allerdings schwer gegessen hat, belastet den Kreislauf zusätzlich. Optimal ist es, wenn man ca. 2 Stunden vor dem Besuch in der Sauna eine leichte Mahlzeit zu sich genommen hat. Ganz auf leeren Magen in die Sauna gehen könnte ebenfalls problematisch sein.

Viel Ruhe mitbringen

Die Sauna ist ein Ort, an dem man sich entspannt. Daher ist Ruhe extrem wichtig. Dazu zählt auch, dass man genug Zeit für den Saunabesuch einplant. Wer extrem gehetzt in die Sauna geht, der kann vielleicht nicht ganz zur Ruhe kommen. Außerdem sollte man aus Respekt gegenüber den anderen Saunagästen sich in der Sauna nicht laut verhalten. Reden ist natürlich gestattet, allerdings ohne dabei andere zu stören.

Sich vorbereiten

Es gibt verschiedene Formen von Saunen. So gibt es sowohl Textil- als auch Nacktsauen. Man sollte sich vorher informieren, um welche der beiden Formen es sich handelt. Es ist davon abzuraten, mit einer Badehose in eine Nacktsauna zu gehen. Keime können sich nämlich durch die Badehose besser verbreiten. Weiterhin können die Fasern der Badehose bei extremer Hitze schädliche Dämpfe verursachen. Wem es unangenehm ist, nackt in die Sauna zu gesehen, der kann natürlich trotzdem die intimen Teile des Körpers verdecken. Ein großes Badetuch mitnehmen Wichtig ist, dass man ein ausreichend großes Handtuch mit in die Sauna nimmt. Das hat vor allem hygienische Gründe. Ein Handtuch dient dazu, dass kein Schweiß auf das Holz gelangt. Auch ein
weiteres Handtuch zum Abtrocknen sowie Badelatschen (ebenfalls aus hygienischen Gründen) sollte man nicht vergessen.

Wann sollte man einen Saunabesuch meiden?

Für manche Person kann ein Saunabesuch gefährlich sein. Deshalb sollte einige das Saunieren grundsätzlich oder für einen gewissen Zeitraum meiden. Wer an einem akuten Infekt oder einer akuten Entzündung leidet, der sollte auf die Sauna verzichten.  Auch Personen mit starken Krampfadern, Gefäßerkrankungen oder zu hohem Blutdruck sollten den Saunabesuch meiden. Bei solchen Erkrankungen ist das Risiko zu groß, dass der Körper die starke Hitze nicht verträgt. Wir raten außerdem jedem, der sich unsicher ist ob er in die Sauna gehen darf, den Hausarzt zu fragen. Es gibt alternativ auch die Möglichkeit, eine Sauna mit einer niedrigeren Temperatur  aufzusuchen. Ebenfalls ist davon abzuraten, bei Erkältung die Sauna zu besuchen. Auch wenn viele denken, dass man eine Erkältung ausschwitzen kann, ist dies nur als erfahrener Saunagänger möglich. Da das Immunsystem bei der Erkältung sowieso sehr stark arbeitet, bedeutet die Sauna für den Körper extra Stress. Zudem besteht das Risiko, dass man andere ansteckt. Somit sollte man allein aus Respekt den anderen Gästen gegenüber hier nicht in eine öffentliche Sauna gehen. Auch schwangere Frauen sollten in vielen Fällen nicht in die Sauna gehen. Nur wer geübt ist und bei wem die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, darf gegebenenfalls in die Sauna gehen. Wer vorher allerdings kein regelmäßiger Saunabesucher war, der sollte vor allem in den Anfängen der Schwangerschaft nicht mit dem Saunieren beginnen. Auch hier raten wir, vorher mit einem Arzt zu sprechen. Ferner sollte man sich nach der Schwangerschaft erst beim Frauenarzt informieren, wann man wieder in die Sauna darf.

Dürfen Kinder in die Sauna?

Kleinkinder und Babys dürfen auf keinen Fall die Sauna besuchen. Das hat den Hintergrund, dass ihr System zur Temperaturregelung noch nicht entwickelt genug ist. Auch dass man in der Sauna Flüssigkeit verliert, ist für Kinder sehr gefährlich. Allerdings ist es ab dem Kindergartenalter bedenkenlos möglich, sein Kind mit in die Sauna zu nehmen. Als Eltern sollte man aber darauf achten, dass die Kinder sich dabei wohl fühlen. Wenn die Kinder zu bemerken geben, dass sie sich unwohl fühlen, sollten diese die Sauna verlassen.

Ein geschichtlicher Ausblick

Das Saunieren ist nicht erst ein Phänomen der Neuzeit. Der Ursprung liegt viele Jahre zurück. Bereits in der Steinzeit haben Menschen eine damalige Form der Sauna genutzt. Zu der Zeit bestand die Sauna nur aus einem Erdloch, um das heiße Steine herum gelegt wurden. Die Steine wurden dann mit heißem Wasser aufgegossen. Auch heutzutage wird diese simple Form der Sauna noch von Eskimos oder Indianern benutzt. Die Ursprünge der Saunen, ähnlich wie wir sie kennen, liegen in Finnland und Russland. So wurde die Sauna vor ca. 2500 Jahren von den Finnen verwendet, um sich nach einer Totenbestattung zu reinigen. Dies galt als Tradition, und wurde ebenfalls von den Griechen und Spartanern übernommen. Finnland ist bis heute für die vielen Saunen bekannt. Da das Klima in dem Land generell recht kalt ist, ist das Saunieren bei vielen Finnen sehr beliebt. Das Saunieren ist also fester Bestandteil der finnischen Geschichte.


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